Eizellspende

Anders als die Samenspende ist die Eizellspende in Deutschland, wie auch in Österreich, der Schweiz, Norwegen oder Italien, verboten. Die unterschiedliche rechtliche Behandlung von Samen- und Eizellspende in Deutschland mag überraschen, ist aber historisch zu erklären. Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Embryonenschutzgesetzes, in dem das Verbot der Eizellspende geregelt ist, gab es bereits eine langjährige Praxis der Samenspende, nicht aber der Eizellspende. Der Gesetzgeber begründet das Verbot der Eizellspende damit, dass ein Auseinanderfallen von genetischer und biologischer Mutterschaft vermieden werden soll. Diese Argumentation ist meines Erachtens nicht konsequent, wenn man bedenkt, dass bei der Samenspende der rechtliche Vater weder der genetische noch der biologische Vater ist, während bei der Eizellspende die Spendenempfängerin das Kind zur Welt bringt und damit nicht nur die rechtliche, sondern auch die biologische Mutter ist.

 

Das Verbot der Eizellspende richtet sich an den deutschen Arzt und sonstige Behandler, die an der Übertragung der gespendeten Eizelle mitwirken. Dem Kinderwunschpaar, das sich für die Eizellspende entscheidet und diese im Ausland vornehmen lässt, drohen daher keinerlei Sanktionen. Das Kind, das durch die Eizellspende geboren wird, ist in rechtlicher Hinsicht einem auf natürlichem Wege gezeugten Kind vollkommen gleichgestellt, denn als Mutter gilt die Frau, die das Kind zur Welt bringt. Eine Unterscheidung zwischen genetischer und biologischer Mutterschaft kennt das deutsche Recht nicht. Eine Anfechtung der Mutterschaft ist daher weder seitens der Kinderwunscheltern noch des Kindes möglich.

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