Samenspende

Anders als die Eizellspende ist die Samenspende in Deutschland erlaubt. Die Insemination ist grundsätzlich auch ungeachtet des Familienstands (verheiratet, nicht verheiratet, verpartnert, Single) zulässig. Wer rechtlich gesehen Vater des Kindes aus einer Samenspende wird oder ob es überhaupt einen rechtlichen Vater gibt, ist nach dem Embryonenschutzgesetz für die Frage der Zulässigkeit der Samenspende unerheblich. Der Familienstand spielt jedoch durchaus eine Rolle, wenn es um die Frage der sorgerechtlichen, unterhaltsrechtlichen oder erbrechtlichen Folgen einer Samenspende geht.

 

Allerdings „sollen“ nach der statusrechtlichen Voraussetzung der Musterrichtlinie der Bundesärztekammer Methoden der assistierten Reproduktion - wozu auch die ärzlicherseits unternommene Insemination gehört - grundsätzlich nur bei Ehepaaren angewandt werden. Ferner „kann“ die künstliche Befruchtung durchgeführt werden bei einer nicht verheirateten Frau, die mit einem nicht verheirateten Mann in einer festgefügten Partnerschaft zusammenlebt und dieser Mann die Vaterschaft an dem so gezeugten Kind anerkennen wird. Nachdem die Musterrichtlinie die Zulässigkeit der Insemination auf verheiratete oder in einer festen Partnerschaft mit einem Mann lebende Frauen beschränkt, kann im Umkehrschluss davon ausgegangen werden, dass nach der Richtlinie eine Samenspende bei verpartnerten oder alleinstehenden Frauen nicht durchgeführt werden soll. Sofern die Landesärztekammern diese Musterrichtlinie in ihre Berufsordnung übernommen haben, sind die behandelnden Ärzte, die die Insemination vornehmen oder an ihr mitwirken, daran gebunden. Das führt in der Praxis dazu, dass Ärzte die Samenspende bei Lebenspartnerinnen oder Singlefrauen ablehnen.

 

Die Empfehlung der Musterrichtlinie der Bundesärztekammer trägt jedoch auch der momentan geltenden ungeklärten Rechtslage hinsichtlich der sorgerechtlichen, unterhaltsrechtlichen und erbrechtlichen Konsequenzen einer Samenspende Rechnung. Die rechtliche Vaterschaft steht nach der jetzigen Rechtslage im Zeitpunkt der Insemination nur dann eindeutig fest, wenn das Paar verheiratet ist und eine wirksame Einwilligung beider Elternteile in die künstliche Befruchtung mittels Samenspende vorliegt. Bei nicht verheirateten Paaren hat der Mann die Möglichkeit, die Vaterschaft auch schon vor der Geburt anzuerkennen. In allen übrigen Fällen und vor allem auch bei Lebenspartnerinnen und Singlefrauen ist die rechtliche Vaterschaft und die daraus resultierenden Folgen wie Unterhalts- und Erbansprüche ungeklärt.

 

Tipp: Lassen Sie sich von mir beraten, welche Möglichkeiten Sie haben, eine Samenspende durchführen zu lassen und was Sie hierbei beachten sollten.

 

Sollten Sie eine privat initiierte Samenspende in Betracht ziehen, empfehle ich Ihnen, sich frühzeitig auch über die damit einhergehenden Rechte und Pflichten beraten zu lassen. 

 

 

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